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2008: Streit um die Schöpfung (Gen 1,1)
Es wurde einem Wunsch von
Teilnehmern Rechnung getragen, noch mehr Zeit auf einem einzigen
Text zu verwenden, mehrere aufeinander aufbauende Analysen an
diesem einen Text durchzuführen. So geschah es denn auch.
Der erste Schöpfungsbericht
(Gen 1) wurde zunächst in Äusserungseinheiten
gegliedert. Immer neu interessant ist es, dass Einzelne und
Gruppen in einem sehr hohem Maß (aufgrund der Kriterien) zu
einem übereinstimmenden Ergebnis kommen.
Wortbedeutung: einzelne
Merkmale wurden näher betrachtet (Benennung der ersten
Schöpfungswerke, 7-Tage-Struktur, "Krone" der
Schöpfung?, Thema von "Existenz"-Aussagen)
Übertragene Bedeutung: mit
Hilfe der inzwischen bewährten 5-teiligen Tabelle wurde
schrittweise bewusst gemacht, dass die Wortbedeutung
dekonstruiert werden "muss", und es ergaben sich
Ausblicke darauf, was so ein Text eigentlich
will. Das Ergebnis wurde den Teilnehmern nach der Sommerakademie
in einer Übersicht zusammengefasst zur Verfügung
gestellt.
Zum
erstenmal waren Studierende integriert. Sie boten durch
Kurzvorträge weitere Aspekte, die dieser Text auslöst:
im Buddhismus kommt man ohne Schöpfungsvorstellung aus,
Leben und Werk von Charles Darwin, ideologische Verbiegungen
heute (Kreationismus, Intelligent Design). - Die Vorträge
waren gut vorbereitet und illustriert und wurden mit großer
Zustimmung aufgenommen.
Sonder"performance"
durch Hermann Peterle an der Orgel der Kirche Maria Himmelfahrt
in Söflingen (hat sich inzwischen zum festen Programmpunkt
entwickelt). Es erstaunt, was es alles an moderner Literatur zu
unserem Thema gibt.
In der Freizeit betrachteten manche am Westportal des
Ulmer Münsters den linken Tympanon näher: er bietet
eine berühmte spätgotische Schöpfungsdarstellung
(allerdings beide Schöpfungsberichte kombiniert)
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